| Die Kosmogonie von Heliopolis
ist eine der frühesten ägyptischen Theorien zur Entstehung der Welt. Die Heliopolitaner gingen von einem Urgewässer (Nun) aus, das alle Möglichkeiten zur Entwicklung in sich barg. In alten Texten
wird Atum, der Schöpfergott beschrieben als "der unbeweglich...
allein mit Nun... dahintreibt".
Zum Schöpfungsakt selber bestehen verschiedene Theorien, die eine besagt, dass Atum den Urhügel aus dem Wasser geschaffen und sich darauf niedergelassen hat. Eine andere geht davon aus, dass Atum in Gestalt eines Kindes einer Lotosblüte entstiegen ist. Jetzt existiert also das Wasser und der Schöpfungsgott. Wie im Text des Gottes Schu erwähnt, glaubten die Aegypter, dass auch der Himmel aus Wasser bestünde. Um nun einen Lebensraum zu schaffen, mussten diese Gewässer getrennt werden. Das wurde möglich durch die Kinder von Atum - Schu und Tefnut - welche die beiden Aspekte der Luft, trockene und feuchte Luft, darstellten. In der nächsten Generation entstanden die Erde (Geb) und das Himmelsgewölbe (Nut). Bis zu diesem Punkt hatten die Götter mit den Menschen noch nichts zu schaffen. Sie sorgten erst mal dafür, dass die nötigen Voraussetzungen für Lebewesen und Pflanzenwelt gegeben waren. Mit den Kindern von Geb und Nut tritt auch der "weltliche" Aspekt in Szene. Die Enneade (Neunheit) von Heliopolis:
|