| Weitere Namen: | Nuit |
| Kultstätte: | Heliopolis |
| Symbol/Tier: | Sterne, Himmel, Kuh |
| Eigenschaften: | Himmelsgöttin |
| Nut ist die Tochter von Schu und Tefnut und die Schwestergemahlin von Geb. Sie
ist die Himmelgöttin. Ihr Körper wird öfters als Himmelsgewölbe abgebildet. Sie wird gestützt von ihrem Vater Schu, dem Luftgott. Darunter liegend sieht man Geb,
den Erdgott. Es heisst von Nut, dass sie jeden Abend die Sonne verschlucke und sie morgens neu gebäre. Daraus schlossen die
Aegypter, dass Nut auch ihnen die Wiederauferstehung ermöglichen könne. In einem Gebet an die Göttin heißt es: "O meine
Mutter Nut, breite deine Schwingen aus über mir und versetze mich unter die unvergänglichen Sterne!" Sie wurde auf der
Innenseite der Sargdeckel abgebildet und begleitete auf diese Weise die Toten auf ihrer Reise durch das Reich der Finsternis.
Nut wird ab und zu mit Flügeln dargestellt, Symbole für den Schutz und die Kühle, manchmal sieht man sie auch als Himmelskuh. Nut und Geb zeugten mit einander Osiris, Isis, Seth und Nephtys. Um die Geburt dieser Nachkommen rankt sich ein Teil der Schöpfungsmythen: Re erfuhr, dass der Sohn der Göttin Nut eines Tages Pharao in Aegypten sein würde. Er geriet in heftige Wut, da er Angst hatte, auf seinen Thron verzichten zu müssen. Um seinen Anspruch zu schützen, sprach einen Fluch aus: "Dies ist mein Fluch über Nut: das ganze Jahr über soll es ihr nicht vergönnt sein, ein Kind zur Welt zu bringen". Thot kam Nut zu Hilfe und spielte mit Chons, dem Mondgott Senet jeweils um eine Stunde Mondlicht. Da Thot jede Partie gewann, hatte er bald fünf Tage Mondlicht beisammen. Diese fünf Tage schob Thot zwischen das Ende des alten und den Beginn des neuen Jahres. Diese Tage wurden "die Eingeschobenen" genannt. An diesen Tagen hatte der Fluch Re's keine Macht über Nut. So gebar sie am ersten Tag Osiris, am zweiten Tag Horus (der Aeltere), am dritten Tag Seth, am vierten Tag Isis und am fünften Nephty. |